Historischer Bücherschatz des Monats | Dezember 2018

Lesebuch : zunächst als Weihnachtsgeschenk für fleißige Kinder in der mir anvertrauten Schulanstalt / hrsg. von J. G. Dyk.. - Leipzig, 1801. - Getr. Zählung

Schon vor über 200 Jahren waren Bücher ein beliebtes Weihnachtsgeschenk.

Der Buchhändler, Schriftsteller und zeitweilige Direktor der Wendlerischen Freischule zu Leipzig Johann Gottfried Dyck (1750-1815) schrieb dieses Buch für die Jugend. Ihre Bildung und Erziehung hatte für ihn den höchsten Wert. Informativ und unterhaltsam fasste er die wichtigsten Normen, Regeln und Methoden in seinem Buch zusammen.

So finden sich in diesem Werk Aufsätze zu Lebensregeln, Verhalten und Pflichten innerhalb der Familie und des Freundeskreises, Betrachtungen über die Natur in den verschiedenen Jahreszeiten, Ausführungen zu Glauben und Religion aber auch Erzählungen, Gedichte, Lieder und Briefe.

Und auch dies war damals so wie heute: wenn das Weihnachtsfest vorüber ist und wir an das neue Jahr denken, kommt die Zeit der guten Vorsätze.

Johann Gottfried Dyck beschrieb dies in folgendem Zwiegespräch.

„Der Lehrer und sein Schüler

Der Lehrer: Du willst die Besserung verschieben ? – Wohl ! So lange es Dir gefällt.

Nur tue es einen Tag vor deinem Tode !

Der Schüler: Weiß ich den Tag, wenn ich sterben werde ?

Der Lehrer: Wenn Du diesen nicht weißt, so ist kein anderer Rat als heute noch

anzufangen.“

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