Bücherschatz des Monats : Mai

Für die nächsten 12 Monate öffnen wir unsere Schatzkammer mit dem Blick auf Schätze der modernen Buchkunst in Brandenburg. Ganz besondere Werke hierbei sind Unikate und Bücher in limitierten und signierten Kleinstauflagen, ob gänzlich von Künstlerhand geschaffen oder als ein gemeinsames Projekt von Künstlern und Autoren mit original künstlerischen Leistungen in einem Werk vereint.

Mai 2020: 11 Kleinstwerke der Edition Eigensinn vom Verlag Edeltraut Gallinge aus Glashütte (Baruth/ Mark)

Was für ein Frühlingsanfang in diesem Jahr 2020!

Bereits im Wonnemonat Mai mit besonderen Umständen angekommen, genießen wir ihn umso mehr und intensiver, sehnen uns nach Bewegung in der freien Natur und deren Erwachen, tauchen ein in das erfrischende einmalige Farbenspiel mit stets wechselnden Bildern.

„… und erst der Duft!“ So die Begrüßung des Frühlings in einem kleinen Werk von Edeltraut Gallinge mit Haikus in traditionell japanischer Gedichtform; den Winter längst verabschiedet in „Unberührter Schnee“ mit „Kunstvolle Bilder – gemalt in Sonne und Schnee – leider nicht haltbar“(Zitat); ein Haiku der besonderen Form des Persönlichen und Emotionalem - dem „Senryu“.

Elf an der Zahl- klein und fein im Sein – so unsere Maien-Wahl! Wie die ersten Knospen und Blüten des Frühlings, so zart und erfreulich auch die 11 bezaubernden Büchlein der Edition Eigensinn von Edeltraut Gallinge.

In ihrem damaligen und gleichnamigen Kleinverlag- im Museumsdorf Glashütte in Baruth/Mark spielten Buchkunst und das Objekt Buch an sich eine große Rolle. So entstanden kleine kunst- und liebevoll gestaltete Bücher, die Wärme und Kreativität spüren lassen - Zeugnis eines ihr ganz eigenen Verhältnisses zum Buch.

Alle elf Werke sind in limitierten und (hand)nummerierten Auflagen zwischen 2006 und 2009 erschienen, von jeweils 33, 50 oder 100 Exemplaren. Sie sind unterschiedlich mit Fadenheftung von Hand gebunden in handgeschöpfte Papiere, zumeist aus Nepal oder in Aquarell-Bütten mit Graseinschlüssen, in einem Werk mit Gedichten von Ingo Cesaro „Leicht gegen den Wind gelehnt“ ergänzt mit Einlegeblättern aus Strohseide mit Bambus.

Der Schwerpunkt liegt bei Lyrik und Kurzprosa, ob zeitbezogen, zeitkritisch oder zeitlos, ob mit eigenen Texten von Edeltraut Gallinge, wie „Hagebuttenrot“, „Le PAPIER EST PATIENT – Papier ist geduldig“ und zweisprachig „CHERCE LE CAILLOU ENTRE LES COQUELIOCOT oder FremdautorenInnen, so Jürgen Brater mit „Banale Reime“ oder Ursula Heinze de Lorenzo mit „Carpe diem“, aber auch Märchen so „Lenka und der Wassermann. Ein Spreewaldmärchen“ von Edith Stange.

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