Wie kommt das „W“ in den Baum – Eine Buchstabenreise durch Potsdam“ aus der Landeshauptstadt Potsdam ist nominiert!

Shortlist Deutscher Lesepreis 2017

Wie kommt das „W“ in den Baum – Eine Buchstabenreise durch Potsdam“ aus der Landeshauptstadt Potsdam ist nominiert!

Potsdam, 18. 9.2017.

36 Projekte in vier Kategorien umfasst die Shortlist für den Deutschen Lesepreis 2017. Ausgewählt wurden sie aus 281 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet. In der Kategorie „Herausragendes kommunales Engagement in der Leseförderung“ ist die Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam mit dem Projekt „Wie kommt das W in den Baum“ nominiert.

Zum Thema „Wie kommt das "W" in den Baum? Eine Buchstabenreise durch Potsdam“ gingen geflüchtete und deutsche Kinder auf Exkursionen um Buchstaben in ihrer Stadt zu entdecken. In Bäumen, Mauerritzen, Uferschwüngen, an Häusern oder Gebäuden. Am Himmel, auf dem Boden oder auch in Augenhöhe. Gemeinsam waren sie mit Tablets auf Spurensuche, lernten ihre gemeinsame (neue) Heimatstadt buchstäblich anders kennen und fotografierten ihre Funde. In Gruppenarbeit wurden die Fundorte dokumentiert und die Buchstabenbilder digital verwandelt: Künstlerisch und literarisch. Es wurde geschrieben, vorgelesen, gemalt, erzählt und gebastelt, Collagen zusammen-gestellt und Bilder gestaltet. In der Bibliothek wurde über regionale Fundorte der Buchstaben recherchiert.

Während des ersten Projektdurchganges im Herbst 2016 entstand als Ergebnis eine gemeinsam gestaltete Tafel-Ausstellung, die durch den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam eröffnet und präsentiert wurde. Im zweiten Projektdurchgang Im Frühsommer 2017 erarbeiteten die Kinder ein gemeinsam gestaltetes Buch mit Geschichten und Gedichten, Buchstabenrätseln, Wort- und Bildcollagen sowie selbst geschriebenen, sehr persönlichen Steckbriefen der Kinder. Alle abgedruckten Texte und Arbeiten entstanden auf der Grundlage der selbst gefundenen Buchstaben-bilder der Kinder. Das Leseförderungsprojekt entstand in Förderung von „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ und „Lesen macht stark! Lesen und digitale Medien“ beim Deutschen Bibliotheksverband e.V.

Schirmherrin des Deutschen Lesepreises ist Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters

Der mit insgesamt 19.500 Euro dotierte Deutsche Lesepreis ist ein gemeinsame Initiative von Stiftung Lesen und Commerzbank-Stiftung und wird seit 2013 für vorbildhaftes Engagement in der Leseförde-rung verliehen. Unterstützt werden die beiden Initiatoren von FRÖBEL e.V., der PWC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur und der Arnulf Betzold GmbH. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters. Die festliche Verleihung des Deutschen Lesepreises an die finalen zehn Preisträger findet am 9. November 2017 im Berliner Humboldt Carré statt.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen: Bildung fängt mit Lesen an. Ohne die Fähigkeit, Texte zu verstehen, fällt es schwer, Herausforderungen in Schule, Beruf und Alltag zu meistern. Um Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern, braucht es Menschen, die sich mit ungewöhnlichen Ideen, großer Ausdauer und viel Enthusiasmus engagieren. Die nominierten Projekte für den Deutschen Lesepreis zeigen, wie lebendig und erfindungsreich die Leseförderung hierzulande ist.

Astrid Kießling-Taşkın, Vorstand der Commerzbank-Stiftung, betont: „Lesen ermöglicht Teilhabe. Neues weckt Interesse. Das sind die beiden grundlegenden Anforderungen, die eine aussichtsreiche Bewerbung für den Sonderpreis „Ideen für morgen“ ausmachen. Unser Ziel ist es, die Leseförderung auch in Zukunft fit zu halten.“

Hintergründe zum Deutschen Lesepreis

Die Fähigkeit zu lesen ist für den Zusammenhalt und Erfolg einer Gesellschaft entscheidend: Kinder und Jugendliche, die regelmäßig zum Buch oder E-Book greifen, verstehen komplexe Sachverhalte meist besser als Altersgenossen mit weniger Leseerfahrung. Zudem begegnen sie anderen Menschen häufig mit mehr Empathie und können ihre Anliegen deutlicher formulieren. Allerdings weisen PISA-Studien und OECD-Berichte für die Lesekompetenz deutscher Kinder seit Jahren große Defizite auf: 16,2 Prozent der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler verfügen nur über eine (sehr) schwache Lese-kompetenz. Darüber hinaus sind hierzulande rund 7,5 Millionen Erwachsene funktionale Analpha-beten. Der Deutsche Lesepreis wird daher an Menschen verliehen, die sich nachhaltig für die Leseförderung einsetzen. Die Initiatoren wollen damit das breite gesellschaftliche und individuelle Engagement derer würdigen, ohne die eine flächendeckende Vermittlung von Lesefreude und –kom-petenz nicht möglich wäre.

Kontakt

Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam
Projektleitung: Ronald Gohr
Am Kanal 47, 14467 Potsdam
gohr@bibliothek.potsdam.de

www.bibliothek.potsdam.de

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